Archiv der Kategorie 'Martial Arts'

Rebell: Bruce Lee

Rebell | Bruce Lee

Selbsterkenntnis ist die Grundlage des Jeet Kune do, weil sie nicht nur für die Kampfkunst des Einzelnen wirksam ist,
sondern auch für sein Leben als mensch­liches Wesen.
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Kreuzberg | 18.7.2012. Schmierige Bahnhofkinos bildeten die Kulisse für die Kung-Fu-Filme, in denen Bruce Lee in den 1970er Jahren in Europa sein eingefleischtes Fanpublikum begeisterte. Erst 1973 drehte er seinen einzigen Hollywood-Film »Der Mann mit der Todeskralle« (»Enter the Dragon«), alle anderen Filme entstanden in Hong Kong und machten ihn dort zwischen 1970 und 1973 zum Superstar. Zwar hatte Lee schon als Kind und Jugendlicher in chinesischen Produktionen als Schauspieler gewirkt, jedoch spiellte hierbei Kampfkunst keine herausragende Rolle.
1958 ging Lee mit 18 Jahren nach San Francisco, wo er einen Kollege-Abschluß machte und anschließend Philosophie studierte. [weiter lesen…]

Rebell: Lapu Lapu

Rebell | Lapu Lapu

I want to get a Lapu Lapu [the Filipino warrior] tattoo on my back, but I‘ve got some questions?*

Kreuzberg | 14.6.2012. Gewürze von der Inselgruppe der Molukken [Indonesien] waren das Ziel des als Weltumsegeler in die Geschichte eingegangenen Portugiesen Fernando Magellan. Der Portugiese startete im Auftrag von Karl V., dem spanischen Herrscher des Heiligen Römischen Reiches 1520 mit fünf Schiffen nach Südamerika, um eine Durch­fahrt am südlichen Kap Richtung pazifischen Ozean zu finden. Ziel war es, einen Seeweg zu finden, der Zugriff auf Gewürze – eine begehrte und wertvolle Handelsware – jenseits der Kontrolle Portugals ermöglichen sollte.
Papst Alexander VI. hatte 1493 mit einem Stück Papier (Bulle Inter caetera) die Welt auf einer Weltkarte in europäischer, größenwahnsinniger Gottgläubigkeit in eine portugiesische und spanische Hälfte geteilt. Portugal und Spanien galten zu dieser Zeit als die christlichen Herrscher der Welt. Magellan und die spanische Krone hatten ihre Rechnung jedoch ohne den Fürsten der Insel Mactan, Lapu Lapu gemacht. [weiter lesen…]

Rebell: Muhammad Ali

Rebell | Muhammad Ali

I‘m retiring because there are more pleasant things to do than beat up people.*

Kreuzberg | 15.8.2011. »Nein, ich werde nicht 10.000 Meilen von zu Hause entfernt helfen, eine andere arme Nation zu ermorden und nieder­zubrennen, nur um die Vorherrschaft weißer Sklaven­herren über die dunkleren Völker der Welt sichern zu helfen.«* Mit dieser 1967 öffentlich vorgetragenen Weigerung von Muhammad Ali am Vietnamkrieg teilzunehmen, wurde er als amtierender Schwergewichtsboxweltmeister aus dem Boxbetrieb ausgeschlossen. Zu dieser Zeit stand der als Cassius Marcellus Clay geborene schwarze, äußerst leichtfüßige Boxer Ali auf dem Höhepunkt seiner Karriere.
1964 hatte er bekannt gegeben, dass er der Nation of Islam beigetreten sei und von nun an seinen Sklavennamen ablege. 1967 wurde Ali wegen Wehrdienstverweigerung zu fünf Jahren Gefängnis und 10.000 $ Strafe verurteilt, konnte aber auf Kaution auf freien Fuß. Sein Reisepass wurde eingezogen und er konnte drei Jahre lang nicht kämpfen, da ihm keine Boxlizenz erteilt wurde. [weiter lesen…]