Archiv für Oktober 2012

Rebell: Clément Moreau

Rebell | Clément Moreau

Ich war nie in einer Partei, ich bin ein menschlicher Gebrauchsgrafiker und jedermann, der meine Arbeit gebrauchen kann, dem gehört sie.*

Kreuzberg | 10.10.2012. Ausreissen, abhauen und flüchten sind Hinweise auf Eingesperrtsein, Freiheitsdrang und Verfolgung. Schon mit 11 Jahren kam Clément Moreau – nach dem Tod seiner Mutter kurz vor dem I. Weltkrieg – in ein katholisches Kinderheim, in dem ihm eine regide »preussische Erziehung« zu Teil wurde. Immer wieder riss er aus, wurde eingefangen und abgestraft.
Mit 16 ging er in die Lehre als Maler, schloss sich schon in dieser Zeit dem Spartakusbund an – es war Revolutionszeit in Deutschland – wurde aber 1919 durch Verrat seines eigenen Vaters verhaftet und erhielt sechs Jahre Zuchthaus. Nach drei Jahren und vier Monaten – die meiste Zeit in Einzelhaft – wurde er entlassen und ging 1926 nach Berlin. [weiter lesen…]