Archiv für Januar 2012

Rebell: Buenaventura Durruti

Rebell | Buenaventura Durruti

Habt ihr Euch schon kollektiv organisiert? Wartet nicht länger! Besetzt Land! Organi­siert Euch so, dass es weder Chefs noch Schmarotzer geben wird. Wenn wir das nicht umsetzen, macht es keinen Sinn weiter vorwärts zu streben. Wir müssen eine neue Welt errichten, anders, als die, die wir zerstören.*

Kreuzberg | 18.1.2012. Schwarzes Kleeblatt, wurden die drei Anarchisten ­Buenaventura Durruti, Francisco Ascaso und Garcia Oliver genannt, auch als »Los Solidarios« [Die Solidarischen] bekannt. Eine Gruppe militanter Anarchist_innen, die von Farbik­besitzern, der Kirche und bürgerlichen Politikern angeheuerte Mörder zur Tötung von organisierten Arbeiter_innen, bekämpfte. Durruti war sein Leben lang ein entschiedener Gegner des Kapitalis­mus und seiner Profiteure.
Schon mit 21 Jahren musste er in Asturien die Niederschlagung eines Generalstreiks mit­erleben. In nur drei Tagen tötete die Armee 70 Arbeiter_innen, verletzte über 500 und inhaftierte 2.000 Aufständische. Durruti, Beteiligter am Streik, floh nach Frankreich, [weiter lesen…]

NSU, NPD und Innenministerium

Mitte warnt sicht selbst vor eigenem Rassismus

Debile bürgerliche Symbolgesten vor machtpolitischer Republik-Architektur [Brandenburger Tor] als Ausdruck des Entsetzens über die innere, rassistische Verfasstheit ihres wohlstandschauvinistischen Gesellschaftsgefüges. Absurdes Ergebnis: Bürgerliche Mitte warnt sich selbst vor eigenem Rassismus… [Hier auch anwesend: Ehemaliger Berliner Innensenator Körting/SPD]

Kreuzberg | 12.01.2012. Der folgende Text der Antifaschistischen Linken Berlin [ALB] ist von www.antifa.de entnommen. Veröffentlicht im Dezember 2011.

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NSU, NPD und Innenministerium

Überraschung: Über 13 Jahre lang zieht eine Neonazi-Bande mordend durchs Land, zum Finale Grande erschießen sich die zwei männlichen Mitglieder der Terrorzelle, stecken Beute und Fluchtfahrzeug ihres letzten Banküberfalls in Brand und die dritte im Bund versucht den letzten Unterschlupf in die Luft zu jagen. Wer hätte DAS ahnen können?

»Im türkischen Milieu stößt man bei den Ermittlungen auf eisernes Schweigen« oder: Der ganz normale Rassismus
Neun Menschen mit migrantischem Hintergrund werden ermordet. Eine Polizistin aus Heilbronn bleibt auf der Strecke. Da es die Mörder nachlässigerweise versäumt hatten, die Polizei mittels Bekennerschreiben über ihre rassistischen Motive zu informieren, sieht die Polizei davon ab, einen rassistischen gesellschaftspolitischen Hintergrund für die Mord-Serie in Betracht zu ziehen. Statt dessen tun die Beamten das, was ihnen kriminologisch logisch erscheint:
Es wird wegen Schutzgeld-Erpressung und Mafia-Verbindungen der Opfer ermittelt, ihre Angehörigen und ihr Umfeld unter Verdacht gestellt, die Sonderkommission nennt sich »Bosporus«, der umgangssprachliche Arbeitstitel lautet: »Döner-Morde«. Und (fast) niemand in Politik und Medienlandschaft findet das merkwürdig. Das unterstellte Motiv leuchtet allen ein, wenn »der Türke« erschossen wird, dann wird er schon irgendeinen Dreck am Stecken haben. Das ist der selbstverständliche Alltagsrassismus, der in deutschen Behörden und Gesellschaft den »gesunden Menschenverstand« prägt. Wie sollen Behörden und Personen, deren tägliches Wahrnehmungs- und Urteilsvermögen rassistisch geprägt ist, rassistische Motive erkennen und entsprechend ermitteln? [weiter lesen…]

Rebellin: Angela Davis

Rebellin | Angela Davis

Jackson, der springt übern Richtertisch,
drückt die Waffe dem Richter hart ins Genick.
Und Handschellen los und Schußwaffen her.
Und im Nu ist der ganze Gerichtssaal leer.
Und der Richter ist noch als Geisel dabei.
Aber draußen wartet schon die Polizei.
Und kommen raus, und da knallen die Bullen schon,
und so verblutet die Befreiungsaktion.
Die Gerichts­stufen runter rollen die drei,
aber der Richter Haley ist auch mit dabei.
Na, sagt ihr, alles wirklich nicht schön,
aber was hat das mit Angela Davis zu tun?
Weiterhören, sag ich, weitersehn!
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Kreuzberg | 03.01.2012. Als Angela Davis am 13. Oktober 1970 in New York festgenommen wurde, stand sie auf der vom FBI veröffentlichten Liste der zehn gefährlichsten Ver­­bre­cher der USA. Ihr wurde Mord, Men­schenraub und Verschwörung vor­geworfen, gelistet als »Unter­stützung des Terrorismus«; in den USA mit der Todesstrafe geahndet. Ihre Verhaftung war aber gleichzeitig der Auslöser einer weltweiten – bis heute unvergleichlichen – Kampagne »Free Angela« zu ihrer Freilassung. [weiter lesen…]