Archiv für Januar 2011

Freiheit für Álvaro Paredes!

Plakat für die Freiheit von Alvaro
Plakat zur Unterstützung und für die Freiheit von Álvaro Paredes

Quito | 28. Januar 2011. Wir stehen vor einer Stahltür im Norden Quitos, es ist Mittwoch, der 26. Januar, 11 Uhr. Es ist die Stahltür des »Carcél 4«, eines Gefängnisses in Quito, in dem normalerweise Politiker und Polizisten untergebracht sind, wenn sie auf der juristischen Ebene in Ungnade gefallen sind. Wir wollen einen jungen Antifaschisten von 20 Jahren besuchen; er sitzt seit Mai 2010 ein. Es ist Álvaro Paredes, dem vorgeworfen wird, den Faschisten Abraham Chimborazo erstochen zu haben.
»¡Defender tu vida no es un delito!« [Sein Leben zu verteidigen ist kein Delikt], so die Leitparole in der Kampagne für die Freiheit von Álvaro. Um dies zu unterstreichen stellte sich Álvaro zwei Wochen nach den für ihn tragischen Ereignissen der Justiz, unter der von den damaligen Anwälten herausgehandelten Voraussetzungen, dass er die Untersuchungshaft in eben jenem »Carcél 4« absitzen wolle. [weiter lesen…]

Texaco Tóxico

Widerstand gegen Texaco
22.12.2010 | Gasverbrennung am Bohrloch | »Texaco zerstört das Amazonasgebiet. Ich radele für das Leben«

Lago Agrio | 22. Dezember 2010. Auf unserer 3-wöchigen Rundreise befinden wir uns in Lago Agrio [»Saurer See«]. Als Namensgeber diente den herangekarrten Erdölarbeiter_innen als Vorbild der in den 1970er Jahren offiziell gegründeten Stadt »Sour City«, damaliger Sitz des Erdölmultis TEXACO. Dem Staate Ecuador diente die ganz im Süden gelegene Stadt »Loja« als namensgebendes Sinnbild, deren Region als wirtschaftlich nicht mehr ergiebig eingestuft wurde. Man wollte die Leute noch »Nueva Loja« in den Norden der Provinz Sucumbíos locken, als neue, zukunftsträchtige, dem Ölboom dieser Jahre prophezeite, moderne, pulsierende Stadt… Es wurde vom Profit für alle gesprochen, gemeint war wohl der der multinationalen Konzerne wie TEXACO. Bis heute hat die Stadt zwei Namen, offiziell heisst sie »Neuva Loja«, auf den Bussen steht »Lago Agrio«.
Wir trafen uns mit Donald M., um eine so genannte »Toxic-Tour« zu machen. [weiter lesen…]