Archiv für August 2010

Eliteprediger und Rassisten verpisst euch!

Thilo-Udo Sarrazin-Voigt
Thilo-Udo Sarrazin-Voigt von der NSPD

Kreuzberg 36. Erneut steht Thilo Sarrazin – SPD-Parteimitglied und Vorstandsmitglied der deutschen Bundesbank – wegen rassistischer Äusserungen in seinem nun veröffentlichten Buch im medialen Interesse. In den letzten Jahren hatte er sich immer wieder durch einerseits rassistsiche Äuserungen gegenüber türkischen bzw. arabischen Menschen, andereseits übelste Beschimpfungen von Hartz IV-Empfänger_innen in den Mittelpunkt öffentlicher Diskussionen katapultiert. Er zeichnet sich durch eine enorme [rassistische] Verachtung von Menschen aus unteren Schichten aus und predigt einen widerlichen Arbeitsethos. Dieser Herr aus dem erlesenen Kreis der oberen Zehntausend hat nicht nur Ähnlichkeit mit dem Vorsitzenden der NPD Udo Voigt wegens seines Stutzers, [weiter lesen…]

Wissenschaft · Revolution · Rum · Kolbenhiebe

XXII.
Während sie die Tür mit Kolbenhieben einschlugen, sagte Philips zu San Vicente: »Die Revolution ist eine Wissenschaft, mein Bruder, solange du diese einfache Idee nicht verstanden hast, wirst du dich nicht an den richtigen Ort stellen können im Sinne … im … Wie soll ich sagen? Des Fadens, des Kurses, the stream of history, der Geschichte, genau das.«
Sie diskutierten mit einer Flasche Havanna-Rum extratrocken, die zwischen beiden auf dem Nachttisch inmitten eines verlassenen Raums stand. Das war ein wenig absurd, denn San Vicente war Abstinenzler und Philips trank nur sehr wenig. Der Havanna inmitten des Gesprächs hatte also einen dekorativen und bühnenbildnerischen Effekt und keinen funktionalen. Als deshalb die Tür unter den Kolbenstößen der Gendarmerie aufsplitterte [weiter lesen…]

Sprache und Macht

Kreuzberg 36. Die von mir benutze Schreibweise von Substantiven, die Menschen beschreiben mit der Endung »_innen« ist eine in der [radikalen] Linken bewusst verbreitete Schreibweise. Sie soll deutlich machen, dass alle Menschen einbezogen sind. Unabhängig von ihrer [sozial-kulturell geprägten] Geschlechterdefeninition. Die zur Zeit überwiegend herrschenden Sprachreglungen verwenden die männliche Form der Schreibweise auch zur allgemeinen Beschreibung. Dies verdeutlicht einerseits den generellen patriarchalen [historischen/aktuellen] Hintergund der Gesellschaft und reproduziert in und mit der alltäglichen Sprachnutzung wiederum patriarchale Denkmuster und Ausdrucksweisen. Andererseits wird weiterhin davon ausgegangen, dass es zwei Geschlechter gibt, weil es sich biologisch mehrheitlich so ausdrückt. Dass »Geschlecht« im Kern als sozial-kulturell gewachsene und verinnerlichte Rollenzu- und -beschreibung funktioniert, drückt sich in der gängigen Sprachregelung ebenfalls nicht aus.
Die von mir benutze Schreibweise verweist auf das Einbeziehen aller Beteiligten [Frauen, Männer, Transgenderpersonen].
Wenn ich die Endung weglasse, geschieht dies bewusst, um deutlich zu machen, dass es sich um extrem patriarchale Zustände, Gesellschaftsformen oder Ideologien handelt. [z.B. Faschisten].

Kreuzberg 36 | Barrio Antifascista

Barrio AntifascistaKreuzberg 36 | 25.8.2010 Es gibt nur wenige Orte in der BRD, die so inspirierend sind wie der mittlerweile zum Trendbezirk erklärte Stadtteil Kreuzberg 36. Viele der Einwohner_innen besitzen eine kompromisslose Position gegen Faschisten und haben eine tiefe Abneigung gegen staatliche Autoritäten, auch die »unbeliebteste Berufsgruppe der Welt« ist kein gern gesehener Gast.

Prolog

In den folgenden Monaten werde ich von Oktober 2010 bis März 2011 in Südamerika unterwegs sein.
Unter »Unterwegs« könnt ihr einige Eindrücke mit verfolgen.