Maya-Aufstand | Guerra de Castas

Cenote \"Xpanche\" | Ek Balam | 2018Cenote „Xpanche“ in der Nähe der Maya-Stätte Ek Balam | 13.2.2018

20.1.2018 Valladolid/Rio Lagartos. Valladolid gilt so einigen Einwohner*innen als Chispa, als Funke, als Ort der Widerständigkeit, nicht nur wegen der Widerstandskraft der Maya gegen den Conquistadoren des Montejo-Clans.
Auch im sogenannten „Guerra de Castas“ (Kastenkrieg) war Valladolid u.a Ausgangspunkt der Intialzündung sich gegen die Spanischen Besatzer, Großgrundbesitzer und die katholische Kirche zu erheben. Das betonte unser Guia der Free Walking Tours Roberto, als er darauf hinwies, dass die offizielle Geschichtsschreibung davon ausgeht, dass der Kastenkrieg aus anderen Gründen (Hinrichtung eines Maya-Kämpfers) und an einem anderen Ort (Tihosuco) ausgelöst worden sei.
Roberto wusste folgende Geschichte zu berichten: Die Kirchenvertreter Valladolids wiesen die Maya-Familien Mitte des 19 Jahrhunderts an, ihre 15-jährigen Töchter zu ihrem eigenen Schutz und ihrer Gedeihung in das örtliche Kloster zu übergeben. Dies war keine Empfehlung, sondern eine Anordnung, wie es bereits über 300 Jahre Anordnungen mit gottesfürchtiger Ableitung gegeben hatte. [weiter lesen…]

Valladolid | Funke für Unbotmäßigkeit

Kunsthandwerk | Casa de los Venados | Valladolid |12.2.2018Kunsthandwerk | Casa de los Venados | Valladolid |12.2.2018

12.2.2018 | Valladolid Die Stadt Valladolid mit ihren ca. 50.000 Einwohner*innen liegt im Inland in der unmittelbaren Nähe der Maya-Stätten Ek Balam und Chichén Itzá. Dies ist auch der ursprüngliche Grund unseres Aufenthaltes. Auch hier ist die Bezugnahme auf die historische Maya-Kultur präsent. Valladolid ist durchaus touristisch, jedoch (noch) nicht so überlaufen wie die Küste der Provinzen Yucatáns und Quintana Roo.
Valldolid hat nicht nur sechs große christliche Kirchen bzw. ein Franziskaner Ex-Kloster, die nahe legen, wie dominant und unbarmherzig der Katholizismus diesen Ort und seine Menschen durchsetzte. Neben Campeche und Merida war sie die bedeutendste Stadt für die spanischen Conquistadoren bzw. ihre herrschenden Oberschichten.
Valladolid ist in der Lesart seiner heutigen Bewohner*innen mit historischen Wurzeln der Maya rückblickend gesehen ein Hort des Rebellentums und des Widerstands. [weiter lesen…]

Berechnungen | Maya Kultur | Teil 2

Ek Chuah | Maya Gottkeit Handel Krieg
Ek Chuah | Darstellung der Maya-Gottheit für Handel und Krieg

4. Februar 2018 | Tulum. Von den abstrahierenden Überlegungen zum Dualismus zurück zu den Stufen der Maya-Tempel, ihren Gottheiten, den astrologisch/mathematischen Berechnungen und ihrer Infrastruktur.
Der Ort der Maya-Stätte in Cozumels Zentrum liegt genau um ein vielfaches von 52 (wie zuvor erwähnt sind 52 Jahre der Zeitraum, den die beiden Maya-Kalender orientiert an Sonne und Mond benötigen, um sich zu treffen) von der Küste westlicherseits gemessen. Die Thesen der bisherigen Forschung gehen jedenfalls davon aus, dass das Konstruieren von Städten, Infrastruktur und religiösem Bauten stark von der spirituellen Welt dominiert ist, diese wiederum fußt auf handfesten astrologischen und mathematischen Berechnungen. So lässt sich an den baulichen Überresten erkennen, dass die Orte unter Berücksichtigung der vier Himmelsrichtungen entworfen wurden. Jeder Ort ist also faktisch eine Art Kompass, der es den Menschen ermöglichte sich leicht zu orientieren, zumeist begleitet vom Wissen um Sonnenstand, Mondposition, z.B. Lage des Jupiters, des Polarsterns und anderer Gestirne sowie lokal bedingtes Wissen über Zyklen der Winde. [weiter lesen…]

Eine gute Frage | Maya Kultur| Teil 1

Stateless | Punta del Sur | Isla Cozumel | 01.02.2018
Stateless | Punta del Sur | Isla Cozumel | 01.02.2018


3. Februar 2018 | Isla Cozumel | Tulum Die Isla Cozumel war die am weitesten nach Osten ausgedehnteste Ort der Maya-Kultur. Cozumel selbst wurde ca. im Jahre 800 durch die Maya besiedelt. Zuvor gab es auch karibische Menschen, die die Insel frequentierten, jedoch nur unregelmäßig und v.a. als Jagdgebiet, da die reichhaltige Dschungelvegetation eine für die Ernährung bedeutende Reserve darstellte.
Die Maya-Kultur kannte zu dieser Zeit bereits hydro-kulturelle Anbaumethoden, was sie befähigte auf der Insel Mais und weitere Pflanzen zu kultivieren. Die Besiedelung war für sie v.a. von spiritueller Bedeutung, was heute noch die Ruinen von Tantun Cozumel (San Gervasio), im Zentrum der Insel, bezeugen. San Gervasio ist der Name des späteren mexikanischen Landbesitzers. [weiter lesen…]

Mit Sicherheit „Maya“

Cancun | Zona Hotelera | 30.01.2018Cancun | Zona Hotelera | 30.01.2018

29.1.2018 | Berlin, Flughafen Tegel. Frühaufstehen gehört ja irgendwie zum leicht fröstelndem Gefühl am Beginn von Reisen. In Begleitung diesen Gefühls dann jedoch von einem Maschinengewehr, in dessen Schlinge ein Uniformierter steckt, angesprochen zu werden, weil das Gepäck deines Mitreisenden für weniger als 5 min. neben dir auf einem Wartesitz liegt, wirkt diesem Frösteln nicht entgegen. Es wird vielmehr auf eine gesellschaftliche Ebene gehoben, die darauf verweist, dass Angst und Mobilisierung gegen einen inneren, permanenten Feind, Teil von Herrschaft ist. Auch der anschließende Scherz der zwei Polizisten zur Auflockerung des angenommenen Bedrohungspotenzials ändert daran nichts. [weiter lesen…]

Unterwegs : En camino

29.1.2018 | Kreuzberg. Mit dem Privileg ausgestattet, drei Monate auf Reisen zu gehen, wird der Blog für diese Zeit den einen oder anderen Eintrag erleben. Wir sind zu zweit unterwegs und begeben uns nach Belize, Mexico und Ecuador.
Wir halten die Augen offen…

GrüÃ�e | SaludosUnd tschüss…

Rebell: Dean Reed

Rebell | Dean Reed

Es reicht nicht aus, nur Lieder zu singen, Gedichte zu schreiben oder Bilder zu malen; es ist darüber hinaus erforderlich, aktiv am Kampf für den Weltfrieden teilzunehmen und seine Kunst, sein Leben all denjenigen Menschen zu widmen, die für ihre nationale Befreiung und Unabhängigkeit eintreten.1

GASTBEITRAG | Andrea Witte | Dean-Reed-Archiv Berlin | 13.06.2017. Das Leben und Wirken von Dean Reed spielte sich vor dem Hintergrund des Kalten Krieges ab, in einer bipolar geteilten Welt. Geteilt waren auch die Reaktionen, die er hervorrief: die einen liebten und verehrten ihn, nicht nur als Künstler, sondern weil er sich an der Seite der Unterdrückten engagierte und mit spektakulären Aktionen Aufmerksamkeit auf Ungerechtigkeiten lenkte, andere verachteten ihn dafür, schwiegen ihn tot oder versuchten ihn lächerlich zu machen. Wer war dieser Mann, der so polarisierte? [weiter lesen…]